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Auch der Blaumann wird „smart“

Wie die Arbeitskluft ihren Träger vor körperlicher Überlastung schützen kann, zeigt ein Forschungsprojekt des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI).


Die Digitalisierung aller Lebensbereiche macht so manches möglich, das vor wenigen Jahren noch als Science-Fiction durchgegangen wäre. In diese Kategorie gehört auch der intelligente Blaumann. An einem solchen forschen aktuell sieben Institutionen und Unternehmen, neben dem DFKI auch beispielsweise die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Hochschule Osnabrück und die Meyer Werft. Sinn und Zweck des Projekts ist es, für mehr Sicherheit und ergonomischere Arbeitsabläufe in jenen körperlich belastenden Berufen zu sorgen, in denen der Blaumann die Standard-Arbeitskleidung darstellt.

Der im Rahmen des Projekts SIRKA – „Sensoranzug zur individuellen Rückmeldung körperlicher Aktivität“ – entwickelte Blaumann ist mit 16 Mini-Recheneinheiten durchsetzt, die Sensoren für Beschleunigung und Drehgeschwindigkeit enthalten. So sollen die Aktivitäten aller Glieder weitgehend erfasst werden. Werden die einzelnen Daten gebündelt, kann die Körperhaltung errechnet werden. Bisher war das nur mithilfe eines äußeren Magnetfelds möglich, also unter kaum praxistauglichen Bedingungen. Der SIRKA jedoch soll praktisch überall einsetzbar sein.

Akute Warnungen und langfristige Vorbeugung
Damit darf man auf einen Rückgang berufsbedingter körperlicher Schädigungen hoffen, die in vielen Fällen auf eine ungünstige Haltung und wiederkehrende Überlastungen zurückzuführen sind. Denn der SIRKA dient nicht nur dazu, quasi in Echtzeit seinen Träger zu warnen, wenn dieser eine schädliche Haltung einnimmt. Überdies kann damit auch ein Bewegungsfilm erstellt werden, auf dessen Grundlage Orthopäden, Physiotherapeuten und andere Experten die Abläufe auf Risiken analysieren und schließlich optimieren können.

Bis zur breiten Markteinführung dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen, zumal die Preise zunächst viele Arbeitgeber abschrecken dürften. Einstweilen bleibt das orthopädisch geschulte Auge daher das Mittel der Wahl, um Haltungsschäden und anderen berufsbedingten Beschwerden vorzubeugen.