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Kommt der sich selbst regenerierende Knorpel?

Berliner Forscher sind im Begriff, Knorpelzellen so umzuprogrammieren, dass sie sich selbst erneuern. Für die Arthrose-Behandlung würde damit ein neues Zeitalter anbrechen.


Rund ein Prozent des Knorpelgewebes besteht aus Chondrozyten, sogenannten Knorpelzellen. Das klingt nicht nach viel, und dennoch sind die Chondrozyten ganz entscheidend für Knorpel und Gelenk, denn sie sind die einzigen lebenden Knorpelbestandteile. Verlieren sie ihre Fähigkeit zur Regeneration, kommt es zu Arthrose: Das Knorpelgewebe bildet sich zurück, das Gelenk nimmt Schaden, verliert an Bewegungsfreiheit – und der Betroffene erleidet starke Schmerzen. Vor allem die Kniegelenke sind betroffen. Schätzungen gehen von über fünf Millionen Arthrose-Patienten in Deutschland aus; keine Gelenkerkrankung sucht mehr Menschen heim.

„Die Entstehung der Arthrose ist noch immer nicht genau geklärt. Dementsprechend setzen die heute gängigen Therapien nicht an der Ursache an, sondern bekämpfen bzw. beheben die schädlichen Auswirkungen“, erläutert Bartholomäus Gabrys, Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Akupunktur in Berlin-Friedrichshain. Aktuell sind Therapien mit Hyaluronsäure oder mit Chondrozyten-Injektionen verbreitet, in fortgeschrittenen Stadien kommen Prothesen zum Zuge. „Den Abbau des Knorpels zu stoppen oder sogar ins Gegenteil zu verkehren, ist mit den vorhandenen Therapieansätzen nicht möglich“, so Gabrys.

Noch nicht jedenfalls. Große Hoffnungen wecken derzeit Berliner Forscher des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums und der Charité-Universitätsmedizin. Sie gehen von der Hypothese aus, dass die Chondrozyten durch Überbeanspruchung eines Gelenks gleichsam unter Stress gesetzt werden. Ihr Therapieansatz: Durch eine Umprogrammierung der intrazellulären Schaltkreise sollen diese Stressreaktionen unterbunden und damit die Regerationsfähigkeit der Chondrozyten bewahrt werden. Diese wären dann weiterhin in der Lage, neues Knorpelgewebe zu produzieren.

Wann die Forscher ihr Ziel erreicht haben werden, steht allerdings noch in den Sternen, denn die komplexen Mechanismen in den Knorpelzellen bergen zahlreiche Herausforderungen. Bis auf Weiteres sollte Prophylaxe daher großgeschrieben werden: Übergewicht bekämpfen, regelmäßig bewegen, dabei und generell Fehl- bzw. Extrembelastungen vermeiden, Kälte und Feuchtigkeit aus dem Weg gehen und gesund ernähren.