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Knie schonen, Arthrose vorbeugen

Eine Großstudie hat kürzlich belegt, dass die Zahl der Knieverletzungen zunimmt, besonders bei jungen Frauen. Vorbeugung ist auch deshalb wichtig, weil eine Kreuzbandverletzung bei rund 80 Prozent der Betroffenen innerhalb von zehn Jahren zu einer Arthrose führt.


Die Wintersportsaison ist in vollem Gange, und damit haben auch die Ambulanzen in den Hochburgen wieder Hochkonjunktur. Denn Ski- und weitere Wintersportunfälle haben einen bedeutenden Anteil an der Zunahme der Kniegelenkverletzungen, die in den letzten Jahren zu beobachten ist. So zumindest legen es kürzlich erhobene Daten nahe, denen zufolge die meisten dieser Verletzungen auf Sportunfälle zurückgehen und diese wiederum in den Wintermonaten stets gehäuft auftreten.

Die Großstudie, durchgeführt von der AOK Baden-Württemberg und vom Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie, hat Informationen zu rund 3,8 Millionen Patienten aus dem Zeitraum 2008 bis 2013 ausgewertet. Neben der generell gewachsenen Zahl an Kniegelenkverletzungen fällt im Ergebnis auf, dass vor allem junge Frauen immer häufiger betroffen sind. Zwar kommt es bei Männern noch immer öfter zu Knieverletzungen, doch der Abstand ist geschrumpft. Die Studienautoren warnen insbesondere junge Menschen vor „falschem Ehrgeiz und Risikobereitschaft“ auf der Skipiste.

Erhöhtes Arthroserisiko

Neben den unmittelbaren Schmerzen und Einschränkungen kann eine Kniegelenkverletzung auch Folgeschädigungen bzw. -erkrankungen nach sich ziehen. „Das Arthroserisiko ist beispielsweise nach einer Kreuzbandverletzung deutlich erhöht: Studien belegen ein 80-prozentiges Risiko, dass innerhalb von zehn Jahren nach dem Trauma Arthrosesymptome erkennbar werden, und zwar unabhängig von der Behandlung der Verletzung“, erläutert der Orthopäde und Unfallchirurg Bartholomäus Gabrys aus Berlin-Friedrichshain. Neben Übergewicht, Fehlbelastung und dem Alter bilden Verletzungen damit einen der zentralen Risikofaktoren für Arthrose.

Neben gesunder Vorsicht beim Wintersport empfiehlt der Arthrose-Experte Gabrys, sich generell auf jegliche (sportliche) Belastung der Gelenke angemessen vorzubereiten. Dazu gehört der gezielte Aufbau von Stützmuskulatur, etwa mit propriozeptivem Training. Gegebenenfalls kann es auch angeraten sein, die automatisierten Bewegungsabläufe und den Zustand der Muskulatur orthopädisch begutachten zu lassen. Und ganz wichtig: nichts überstürzen, das Belastungspensum langsam steigern, nicht zu viel wollen – denn das kann nach hinten losgehen.