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Zu viel Sitzen: Immer mehr Kinder „haben Rücken“

Rückenschmerzen treten nicht nur im höheren Lebensalter auf. Eine US-Studie belegt, dass auch immer mehr Kinder regelmäßig über Schmerzen im unteren Rückenbereich klagen.


Was Kulturpessimisten schon länger prophezeien, scheint sich laut einer neuen Metaanalyse – also einer Analyse verschiedener Studien zu einem Themenbereich – zu bewahrheiten: Der zunehmende Bewegungsmangel führt zu einer stetig wachsenden Zahl von Kindern und Jugendlichen, die mit Rückenschmerzen zu kämpfen haben. Smartphone und Spielekonsole lassen grüßen. Zwar sind sie nicht die Alleinschuldigen; doch sie haben großen Anteil daran, dass die Zeit nach der Schule, in der schon überwiegend gesessen wird, ebenfalls weitgehend im Sitzen verbracht wird.

„Gerade in den Jahren des Wachstums, aber natürlich auch danach ist es wichtig, die Rückenmuskulatur ausgewogen zu trainieren. Dafür braucht es keine gezielten Übungen, das geschieht ganz automatisch, wenn wir Sport treiben oder uns anderweitig bewegen“, erläutert der Facharzt für Orthopädie, Chiropraktik und Akupunktur Bartholomäus Gabrys aus Berlin-Friedrichshain. „Bei fortgesetztem Bewegungsmangel oder einseitiger Haltung wie Sitzen erschlafft die Rückenmuskulatur dagegen und kann dann ihre Stützfunktion nicht mehr angemessen erfüllen.“

Fast jeder fünfte Jugendliche betroffen
Wie die US-Forscher herausfanden, hat etwa jeder 100. Siebenjährige Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich. Diese Quote steigt bis zum Alter von zehn Jahren auf sechs Prozent. Unter den 14- bis 18-Jährigen sind schließlich schon fast 20 Prozent betroffen, womit sie sich den Erwachsenen-Durchschnittswerten annähern. Neben dem Bewegungsmangel können auch Wachstumsschmerzen, Stress oder Verletzungen die Symptome auslösen. Diese gehen in aller Regel auf Funktionsstörungen zurück, welche sich mit einfachen Maßnahmen therapieren lassen. Allerdings können auch Fehlbildungen oder gravierende Erkrankungen dahinterstecken, so dass nicht auf eigene Faust behandelt, sondern ein Rücken-Facharzt konsultiert werden sollte.

Zwar beziehen sich die zugrunde liegenden Daten auf die USA, doch erfahrungsgemäß marschieren die Deutschen in solchen kulturellen Entwicklungen hinterher – zumal Smartphones und Spielekonsolen auch hierzulande aus dem Alltag vieler Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken sind, während die Sportvereine über eklatanten Nachwuchsmangel klagen.

Rückenmediziner Gabrys empfiehlt Kindern und Jugendlichen, die längere Zeit sportlich inaktiv waren, behutsam (wieder) einzusteigen, etwa mit Radfahren, Schwimmen oder Wandern. Sonst könne es infolge einer Fehl- und/oder Überbelastung zu einer Verschlimmerung kommen. Sportlich sehr aktive Schüler hingegen sollten auf ausreichende Regenerationsphasen achten, denn auch bei ihnen könne es zu Verletzungen und Überbelastungen kommen.