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Laufsport: Warum das richtige Maß entscheidend ist

Beim Laufen wirkt ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts auf das Kniegelenk. Falsch dosiert kann Laufsport deshalb zu Knorpelabrieb führen. Kein Sport ist aber auch das falsche Mittel.


Erst kürzlich wieder sorgten Zehntausende Läufer für ausgelassene Stimmung in den Berliner Straßen beim größten Halbmarathon Deutschlands. Wenngleich Laufen eine „natürliche“ Bewegungsart ist und ohne besondere Hilfsmittel auskommt, ist der Sport keineswegs ungefährlich hinsichtlich der möglichen Verletzungen.

Dies gilt zumindest, wenn er intensiv betrieben wird. Denn dann droht Knorpelabrieb in den Gelenken, welcher in der Folge zu Gelenkersatz führen könnte, so die Warnung von Experten der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik e. V.. Verletzungen des Meniskus oder Kreuzbandrisse führen in Folge über die Zeit zudem zu beschleunigtem Gelenkverschleiß (Arthrose).

In dem oben beschriebenen Szenario liegen die Ursachen für diese Beschwerden neben Sportverletzungen in Überbelastung, welche durch zu intensives Training hervorgerufen wird. Zudem verursachen Gelenkfehlstellungen eine Überbeanspruchung bestimmter Gelenkregionen, worauf wiederum Arthrose folgen kann.

Wer Laufsport intensiv betreibt, sollte also keineswegs einfach „loslaufen“, sondern sich einer gründlichen medizinischen Voruntersuchung unterziehen. Negative Folgen für die Gesundheit lassen sich zudem vermeiden, wenn ein intensives Aufwärmprogramm stattfindet. Ebenso ist es wichtig, dass die Steigerung des Trainingspensums langsam und nicht zu stark erfolgt.

Keine körperliche Bewegung oder gar kein Sport zu betreiben, ist allerdings auch nicht der richtige Weg. Sporttreibende leiden in aller Regel weniger an Übergewicht, Diabetes oder auch Herz-Kreislauf Erkrankungen – nur um einige der positiven Effekte zu nennen. Übergewicht selbst ist auch „Gift“ für die Gelenke und somit sorgt der richtig dosierte Sport für Schonung der Gelenke und lange, gute Funktionalität. Daneben ist vor allem der Aufbau der gelenkstützenden Muskulatur von großer Wichtigkeit.

Bei Schmerzen im Gelenk - oft zu spät für konservative Heil-Methoden
Wenn die das Gelenk schützende Knorpelschicht abgetragen ist, spüren Betroffene Schmerzen. Soweit sollte es aber im besten Fall nicht kommen, denn wenn dies eingetreten ist, ist es meist zu spät das Gelenk durch konservative, also nicht-operative Methoden in seiner vollen Funktionsfähigkeit zu erhalten.

Ist die Knorpelschicht komplett verloren, dann ist letztendlich Gelenkersatz das Mittel der Wahl. Doch „selbst für Gelenkersatzträger ist belastungsintensiver Sport wie Skifahren oder Tennis möglich“, erklärt der Orthopäde Bartholomäus Gabrys aus Berlin Friedrichshain. Aber auch hier gilt „in Maßen“. Denn Überbelastung schadet auch dem künstlichen Gelenk. Für Sportler ist es oft nicht einfach, das individuelle Maß richtig zu erkennen. Hier können Sportmediziner und Orthopäden, die nach medizinischen Voruntersuchungen entsprechende Trainingsempfehlungen aussprechen können, Abhilfe schaffen.