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Plötzlich und unerwartet – der Hexenschuss

Er kommt ohne Vorwarnung: der Hexenschuss, medizinisch: Lumbago. Was dagegen hilft und wie Betroffene sich verhalten sollten.


Ein plötzlich auftretender Schmerz im unteren Rücken beim Bücken oder Heben. Anschließend ist der Rücken blockiert. Ein Aufrichten oder wie gewohnt zu gehen sind nicht mehr möglich. Dann ist das ein klarer Fall für einen Hexenschuss. Die gebeugte Haltung der Betroffenen ist auch der Grund für diesen Namen, denn er erinnert an eine „Hexe“ im volkstümlichen Sinne. Manchmal ist jedoch nicht nur der Rücken betroffen, sondern die Schmerzen wandern über das Gesäß ins Bein. Dann handelt es sich um eine Lumboischialgie.

Wie so oft bei orthopädischen Beschwerden ist der klassische Hexenschuss eine Folge mangelnder oder falscher Bewegung. „Eine einseitige Belastung des Rückens bewirkt ein Verhaken des Kreuzbeins oder ein Verrutschen eines Wirbels. Die Folge ist eben jener Hexenschuss“, erklärt Bartholomäus Gabrys, Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Akupunktur aus Berlin-Friedrichshain.

Da der Hexenschuss wie erwähnt bei einer bestimmen Bewegung auftritt, glauben viele Betroffenen, dass die Ursache dessen auch in dieser Bewegung liegt. Das ist aber nicht richtig, sondern es handelt sich um muskuläre Probleme, welche sich dann nur bei dieser Bewegung zeigen. Besonders fatal ist das ständige Sitzen. So sitzen nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hierzulande allein 17 Millionen Menschen Tag für Tag auf ihren Bürostühlen.

Ein häufiges Sitzen in Kombination mit mangelnder Bewegung führt zu einer Schwächung der tiefliegenden Rückenmuskulatur. Ein Hexenschuss trifft aber nicht nur Büromenschen. Auch Sportler können ihn erleiden, wenn sie beispielsweise die Muskeln vor dem Training nicht ausreichend gedehnt haben.

Verkrampfung in der Lendenwirbelsäule

Beim Hexenschuss kommt zur Verkrampfung der Rückenmuskulatur im Bereich der Lendenwirbelsäule. Weil dort besonders viele Nervenfasern liegen, ist auch das Schmerzempfinden groß. Bei akuten Schmerzen helfen fürs Erste entsprechende Schmerzmittel und nach zwei, drei Tagen sollten die Beschwerden abgeklungen sein. Die althergebrachte Empfehlung der Stufenlagerung, also Kopf und Rücken gerade auf dem Boden, während die Beine auf einem Hocker liegen, ist jedoch nicht ratsam. Denn diese Lagerung führt nicht zur Lösung der Muskelblockade.

Besser geeignet ist Wärme, diese allerdings in Form einer kurzzeitigen Bestrahlung mittels Rotlicht. Andere Wärmeanwendungen reichen nicht weit genug in die Muskeln ein. Auch, wenn es unter Umständen schwer fällt, ist Bettruhe keine gute Strategie. Leichte Bewegungen wie Spazierengehen oder Training auf dem Fahrradergometer sind empfehlenswert, weil sie die Durchblutung anregen. Wenig vorteilhaft ist Joggen, weil dadurch die Wirbelsäule zu stark beansprucht wird.

Vorbeugen ist besser als Heilen
Optimalerweise kommt es gar nicht zum Hexenschuss. Besonders Büroarbeiter sollten möglichst viel Bewegung in ihren Alltag integrieren. Dazu zählen einfache Übungen wie das kräftige Dehnen und Strecken der Arme und Beine oder das Kreisen des Beckens im Stehen. Solche und viele weitere Übungen lassen sich auch gut im Büro absolvieren.