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Jeder dritte über 65-Jährige verzichtet auf sportliche Betätigung

Sport mögen die Deutschen schon, am liebsten allerdings passiv vor dem Fernseher. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände warnt im Rahmen einer aktuellen Umfrage vor Bewegungsmangel.


Spätestens ab dem Alter von 30 Jahren hat der menschliche Körper seinen Zenit hinter sich und baut ab. Das betrifft auch die Skelettmuskulatur. Bereits ab Mitte 20 beginnt sie zu schwinden, bis zum 80. Geburtstag büßt sie rund die Hälfte ihrer Masse ein. Der Verlust an Leistungskraft lässt sich auf etwa fünf Prozent pro Jahrzehnt bis Mitte 40 und doppelt so viel in den Jahren danach taxieren.

Dieser Entwicklung kann und sollte man entgegenwirken – mit regelmäßiger, am besten sportlicher Bewegung. Denn andernfalls drohen verschiedenartige Negativfolgen. Der ungebremste Skelettmuskulatur-Abbau ist davon nicht die gravierendste – denn durch erhöhte Herz-Kreislauf-Risiken droht durch Bewegungsmangel sogar ein früherer Tod –, kann aber Gesundheit und Lebensqualität ebenfalls erheblich beeinträchtigen.

Diese Tatsachen sind im Prinzip allgemein bekannt. Dennoch gibt das Bewegungsverhalten der Deutschen Anlass zur Kritik, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) kürzlich im Rahmen einer Umfrage verlauten ließ.

Norddeutsche am bewegungsfreudigsten
Insgesamt gibt rund ein Viertel der Befragten an, sich täglich oder zumindest fast täglich mit Bewegung ins Schwitzen zu bringen. Bei den über 65-Jährigen ist der Anteil fast ebenso hoch. Von den 16- bis 29-Jährigen kommen etwa 40 Prozent auf dieses Sportpensum. In dieser Altersgruppe betätigen sich nach Eigenauskunft nur acht Prozent nie sportlich. Diese Sportmuffel-Quote beträgt bei den über 65-Jährigen rund ein Drittel – ein Wert, der Anlass zu Besorgnis gibt.

„Gerade im höheren Alter ist regelmäßige Bewegung wichtig, aus orthopädischer wie aus allgemeinmedizinischer Sicht“, betont der Orthopäde Bartholomäus Gabrys aus Berlin-Friedrichshain. „Rückenschmerzen beispielsweise sind häufig eine Folge von Bewegungsmangel. Dieser hat in der Tendenz auch Übergewicht zur Folge, was die Belastung des Stützapparats noch erhöht. Wenn man dem natürlichen Muskelabbau nicht entgegenwirkt, macht sich der Leistungsabfall auf kurz oder lang schmerzhaft bemerkbar.“

Norddeutsche entpuppten sich bei der Umfrage übrigens als die sportlichsten Bundesbürger. Zwischen den Geschlechtern unterscheiden sich die Werte kaum.